Pressemitteilung vom 10.07.2020

Auch in Krisenzeiten die Rechte von Kindern und Jugendlichen nicht aus den Augen verlieren

Carsten Tag, neuer Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, zu Besuch bei den Vorstadtkrokodilen in Worms

In Zeiten der Corona-Pandemie mit all den Unsicherheiten und Ängsten, die diese mit sich bringen, ist es besonders wichtig, auf die Bedürfnisse und Rechte der Kinder und Jugendlichen zu achten. Durch die Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen besteht die große Gefahr, dass Kinder und Jugendlichen aus belasteten Familien einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind noch weiter benachteiligt zu werden.

„Kinder und Jugendliche mit ihren Bedürfnissen und Problemen in den Blick zu nehmen und sich für ihre Rechte einzusetzen, ist eine wesentliche Aufgabe der Diakonie“, erklärt Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen. Seit März im Amt ist es ihm wichtig, neben der Vorstandstätigkeit auch die Arbeit an der Basis kennenzulernen. Zu diesem Zweck besuchte Tag gemeinsam mit Klaus Engelberty, Leiter des Diakonischen Werks Rheinhessen in der letzten Woche die Spiel-und Lernstube (SLS) „Die Vorstadtkrokodile“ in Worms. Hier setzt sich Herr Gerold Hirschler seit vielen Jahren mit seinem Team dafür ein, dass die Kinder und Jugendliche eines Wormser Wohngebietes mit sogenannten erhöhtem Entwicklungsbedarf frühzeitig Zugang zu Bildung erhalten um Chancengleichheit und Integration zu ermöglichen. Nach den weitreichenden Beschränkungen ist jetzt endlich wieder Leben in der SLS eingekehrt. „Wir sind wirklich positiv überrascht, wie verantwortlich sich die Kinder und Jugendlichen verhalten, um sich gegenseitig vor dem Virus zu schützen“, freut sich Hirschler. Die SLS hat sich in ihrer langjährigen Tätigkeit zu einem Stützpunkt für Bildung und Förderung der dort lebenden Kinder und Jugendlichen und zum wichtigsten Anlaufpunkt für Eltern und Familien entwickelt. Der SLS-Leiter betont wie wichtig es dabei sei mit kontinuierlicher Pressearbeit die Konzepte und Erfolge der vor Ort geleisteten Arbeit ins Bewusstsein der lokalen Öffentlichkeit zu rücken. Damit einher müsse eine enge Kooperation mit kommunalen und überregionalen Entscheidungsträgern gehen, um die finanzielle Basis für die Arbeit dauerhaft zu sichern.

Hirschler sieht die Spiel-und Lernstube diesbezüglich aktuell in einer guten Position. Als aktuelle Herausforderung wird während des Besuchs von Tag neben der Corona-Krise der Mangel an pädagogischen Fachkräften thematisiert. So müssten die Bemühungen gesteigert werden, wieder mehr junge Menschen für einen pädagogischen Beruf zu gewinnen, damit gute fachliche Arbeit auch in Zukunft gesichert werden kann.

Dass die Verwirklichung der Rechte von Kindern und Jugendlichen alle angeht, darüber sind sich alle Beteiligten einig. So werde man sich gemeinsam dafür einzusetzen, dieses Thema verstärkt in die Öffentlichkeit zu rücken und an Entscheidungsträger auf politischer Ebene heranzutragen. „Wir machen uns dafür stark, dass unsere Gesellschaft die Rechte von Kindern und Jugendlichen anerkennt und sie an allem teilhaben lässt, was für ein gutes Leben nötig ist – an Bildung, einem gesunden und gesellschaftlichen Leben sowie einem Leben ohne Gewalt“.

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